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Gebetssammlung

Jesus Christus / 24. Nach Jerusalem/Africa

Herr,


gnädiger Herr,


ich habe Sehnsucht nach Jerusalem.


Nach der hochgebauten Stadt im Himmel,


aber auch nach der Felsenstadt drüben in Israel.


Herr,


weder London noch Paris,


weder Moskau noch New York reizen mich....


ich möchte gern Jerusalem sehen.


Vor Bethlehem möchte ich stehen,


weit vor der Stadt,auf dem Felde,


wo die Hirten standen.


Dann mit ihnen zur Krippe gehn,


im Smog der Viehtreiber,mit Tiergeruch,


sie würden ihre Flöte spielen,ich trommeln.


Maria und Josef und das Kind


würde ich nach Africa leiten,


auf Wegen,die weder der Herodes


noch die Kolonialisten finden würden.


Herr,


ich würde die Hochzeit zu Kana erleben


auf den Ruinen dieser Stadt.


700 Liter Wein


einer angetrunkenen Hochzeitsgesellschaft,


weil dein Sohn der Freudenmeister ist.


Am Jakobsbrunnenwürde ich versuchen zu träumen


von der Leiter,die bis in den Himmel reicht.


Am See Genezareth sitzen,


die Bergpredigt ganz langsam vor sich hin sagen.


Das Wunder erleben mit den fünftausend Mann.


Dann nach Jerusalem hochgehen.


Mitjubeln,wenn der König der Ehren einzieht.


Herr,


vor dem Palast des Pilatus stehen und schreien:


Nein,nein,nicht den,


der ist unschuldig.


Den Barrabas,den Barrabas.


Oder besser keinen.


Dann mit ihm über die Straße getrieben


und gepeitscht werden nach Golgotha.


Und dort sehen,wie er für uns starb.


Und trauern,und weinen,


und trauern und doch wissen.


Sehen,wie der Vorhang im Tempel zerriß,


fühlen die bebende Erde unter den Sohlen.


Und Ostern jubeln,tanzen und klatschen:


Er ist auferstanden,er ist auferstanden.


Herr,


ich möchte das irdische Jerusalem sehen,


über das Land marschieren,über das Jesus ging,


all seine Orte sehen,


die Stätten mit Wundern und Predigten.


Jesus von Nazareth,Christus aus der Ewigkeit.


Ich möchte das irdische Jerusalem sehen,


und das himmlische.


Amen.


 


Africa


 


 

5.7.04 21:27


Jesus Christus / 23. Befreiung durch Auferstehung / Paraguay,Landarbeiter

Laß uns den lebenden Gott preisen,


alle,die wir Hunger und Durst haben,


alle,die wir nach Befreiung schreien,


alle,die von seinem Geist erfasst sind,


alle,die sein Geist erschüttert.


 


Laßt uns Christus nachfolgen,


Christus,dem Herrn der Geschichte,


der die Unterdrückten seines Volkes


geliebt und ihnen geholfen hat;


er ist gekommen,


um auch uns zu helfen.


Wir danken dir,


der du dich beteiligst an unserem Leid,


an unserem Kampf,


an unserem Leben.


Wir danken dir,


weil du überall mitwirkst,


wo Menschen nach Befreiung hungern,


wo für Gerechtigkeit


und Frieden gekämpft wird.


Herr,


wenn die Blinden sehen,


und wenn die Lahmen gehen,


wenn sich das Volk aufmacht,


sehen wir deine Hand am Werk.


Es ist die Kraft des Auferstandenen,


die die Ketten der Unterdrückung sprengt


und die Riegel der Gefängnisse zerbricht.


Es ist Christus,der mit uns kämpft.


Wen sollen wir fürchten?


Gepriesen sei der Herr,


der uns den Sieg verheißen hat.


Ihm sei Dank und Ehre!


 


 


Nach einem Lied der Landarbeiter in Paraguay

4.7.04 16:26


Jesus Christus / 22.Du gehörst zu uns / Peru

Göttliches Kind,


du bist mit nackten Füßen deines Weges gegangen,


kennst Dornen und Splittergestein,


die drückende Last der Tragbündel;


hast die Armut geschmeckt


und kennst den Hunger und den Durst.


Dein Vater machte Türen,


hölzerne Löffel,


Pflüge aus gegabelten Ästen,


so wie auch wir,


und unsere heilige Mutter Maria,


sie kochte und schleppte


den kärglichen Haushalt mit


auf die Wanderschaft,


wie unsere Frauen es auch für uns tun.


 


 


Enrique López Albùljar,Peru

31.5.04 13:08


Jesus Christus / 21.Weltweite Solidarität /Südafrica

Weltweite Solidarität


Herr Jesus Christus,


der du von einer hebräischen Mutter geboren,


aber voll Freude warst


über den Glauben


einer syrischen Frau


und eines römischen Soldaten;


der du die Griechen,


die dich suchten,


freundlich aufgenommen hast


und zuließest


daß ein Africaner


dein Kreuz trug -


hilf uns,


Menschen aller Rassen


und Normalitäten,


aller Farben


und Schichten


als Miterben


in dein Reich zu bringen.


 


 


Südafrica

25.1.04 21:32


Jesus Christus / 20. Die Schule Jesu

Die Schule Jesu


Wo hast du Lesen gelernt,Jesus?


Nirgends find ich dich lesend,


außer in der Synagoge von Nazareth.


Ich kenne kein Verzeichnis


der Bücher die du gelesen hast.


Aber ich kenne die Schriften,


die du ausgelegt hast.


 


Ich weiß nicht,ob du etwas geschrieben hast -


außer damals in den Sand.


Aber ich weiß,daß du die Heilige Schriften


wie ein Gelehrter gebrauchtest.


 


 


Deine Schule ,mein Jesus,war die Werkstatt,


deine Lehrer waren die Leute,denen du


auf dem Wege begegnet bist,


Freunde wie Feinde.


Dein Wissen wurde erleuchtet


durch deine enge Verbindung zu deinem Vater.


Berge und Täler redeten zu dir,


Bäume und Blumen wurden dir Gleichnis.


 


Ja,nicht nur die Werkstatt war deine Schule,


sondern auch der Marktplatz,das Ufer des Sees


und die Versammlungen der Glaubenden.


 


Was du aus dem Leben zu lesen  vermochtest,


war für die Schriftgelehrten eine Überraschung.


Die Fülle deiner Gedanken


offenbarte ihre innere Leere.


 


Herr,laß auch mich lernen,


aus allem was mich umgibt.


 


M.J.Joseph,Indien


 

23.1.04 21:15


Jesus Christus / 19.Als ich Neger oder Chinese war

 


 


19.Als ich Neger oder Chinese war....


 


Als ich hungrig war,


gabst du mir zu essen;


als ich durstig war,


gabst du mir zu trinken;


als ich obdachlos war,


öffnetest du deine Türen;


als ich nackt war,


gabst du mir deinen Rock;


als ich müde war,


halfst du mir Ruhe zu finden;


als ich ängstlich war,


besänftigtest du meine Furcht;


als ich klein war,


lehrtest du mich lesen;


als ich einsam war,


gabst du mir Liebe;


als ich im Gefängnis war,


kamst du in meine Zelle;


als ich auf dem Krankenbett lag,


pflegtest du mich;


als ich in der Fremde war,


schenktest du mir Heimat;


als ich arbeitslos war;


fandest du Arbeit für mich;


als ich verletzt war,


verbandest du meine Wunden;


als ich nach Güte verlangte;


hieltest du meine Hand;


als ich Neger war oder Chinese,


verspottet und beleidigt,


trugst du mein Kreuz;


als ich alt war,schenktest du mir ein Lächeln;


als ich ruhelos war,hörtest du mich geduldig an;


als ich blutete warst du mir nahe;


als ich schmutzig  und in Schweiß gebadet


harte Arbeit verrichtete,


winktest du mir Hoffnung;


als man mich auslachte,


standest du mir zu Seite;


als ich glücklich war,


teiltest du meine Freude....


 


Was auch immer du dem geringsten


meiner Brüder tust,


das tust du mir.


Tritt ein in das Haus meines Vaters!


 


 


Herkunftsland unbekannt  

20.11.03 19:35


Dank an den Herrn (18)Mütterlicher Gott / Sri Lanka

 


18.Mütterliches Gebet


Gnädige Mutter,wir rufen dich an,


sieh erbarmend auf unsere Verzweifelung.


Der Teufel der armut und des Schmerzes


greift nach all unsern Hütten im Hügelland.


Die ohne Hütten leben auf den Strassen.


Nicht viel bleibt übrig,


das Leben ist bald ausgehaucht.


O Gott,du erhörest alle Bitten,


wir bitten nur noch um das eine:


Gib ihnen noch einen kleinen Funken Freude,


um ihr immer dunkles Leben zu erhellen.


 


Sie erzählen von dir,daß kürzlich ein Kind


in seinem Hunger nach der "Mutter " schrie.


Du hörtest deinen Namen und den Schrei


und gsbst dem Kind zu essen,heilige Mutter.


Hörst du nicht das erbärmliche Schreien


in all den Tälern und Hügeln?


Die Kinder saugen an Brüsten ohne Milch.


Tausende von ihnen rufen deinen Namen.


Komm jetzt als ihre Mutter und rette sie.


dies bittenwir zu deinen Füßen.


 


Du kannst das Joch der Armut brechen


 und die Verzweifelung beenden.


Sieh doch deine kleinen und unterernährten Kinder,


die in den Strassen um Essen betteln,


die weggeworfenes Essen im Müll suchen,


einige Brosamen,um den Hunger zu stillen,


der seine Klauen nach ihnen ausstreckt,


bis sie als ausgezehrte Nichtse sterben.


du bist das Licht,das alle Sorgen auslöscht.


Kannst du nicht diese verlangenden Gesichter sehen?


 


Weil die Frauen sich unermüdlich plagen


und ihre tägliche Arbeit weiter verrichten,


sind die Hügel wie mit einem Teppich


von grünen und fruchtbaren Teestauden bedeckt.


Sie sehen ihr Tagwerk als Gottesdienst,


ein Opfer,das sie dem Land geben.


Als Austausch für dies ihr Opfer


wurde das Land reich.


Aber deine Sklavinnen bekommen keine Belohnung.


Mutter,segne ihre Arbeit!


 


 


Kurinji Thennavan,Sri Lanka

31.10.03 20:36


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